Ratgeber und Aufbauanleitung

Eingelassener Swimmingpool im Garten – Ratgeber und Aufbauanleitung für den Gartenpool

Ein eingelassener Swimmingpool im Garten ist für viele Menschen ein Traum. Aber was ist dabei zu beachten? Bevor mit dem Poolbau begonnen wird, gilt es einige Dinge zu beachten, damit der kostenintensive Plan von Erfolg gekrönt ist.

Wo lauern versteckte Kosten und was ist wichtig, damit der Pool lange sauber und schön bleibt? Dieser Ratgeber erklärt sämtliche Faktoren, die beim eingelassenen Swimmingpool im Garten zu beachten sind. Am Ende des Ratgebers zeigt die Aufbauanleitung Schritt für Schritt, wie sich der Traum vom eigenen Swimmingpool mithilfe eines geeigneten Know-hows erfüllen kann.

Der Bau eines eigenen Swimmingpools im Garten verläuft im Idealfall in mehreren Phasen. Die Planung und Vorbereitung ist dabei essenziell, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden und einen Überblick über die anfallenden Kosten zu haben.

Erst nachdem all die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen sind, kann mit dem eigentlichen Bau des Schwimmbeckens begonnen werden. Insbesondere die Frage, zu welchem Zweck ein eingelassener Swimmingpool genutzt werden soll, ist entscheidend, um den richtigen Pool dafür zu gestalten. Ein eingelassener Swimmingpool zum Schwimmen benötigt andere Abmessungen als ein Pool, der nur zum Planschen für Kinder gedacht ist. Lesen Sie im folgenden Abschnitt, was für die Planung des Pools wichtig ist.

Planung: Das ist beim Gartenpool zu beachten!

Bevor der Bau eines Schwimmbeckens im Garten beginnt, ist es ratsam, den Pool vorab detailliert zu planen. Ein eingelassenes Becken im Boden ist vor allem eine behördliche Frage: Das zuständige Bauamt ist bereits in der Planungsphase der richtige Ansprechpartner, um notwendige Fragen über bauliche Vorschriften zu klären. Dabei sind insbesondere die Beckengröße und –tiefe relevant. Aber auch der Abstand des Pools zur Grundstücksgrenze ist für das Bauamt von Interesse.

Im Idealfall beachten Poolbauer, dass die Vorschriften nicht in jedem Bundesland gleich sind, sondern variieren. Zudem ist nicht für jeden Pool eine Baugenehmigung erforderlich. Kleine Schwimmbecken, die der Besitzer provisorisch aufbaut (Aufstellbecken) gelten als genehmigungsfrei.

Schwimmbecken, die jedoch im Boden eingelassen werden, zählen als dauerhafte Befestigung und bedürfen einer Klärung mit dem örtlichen Bauamt. Damit keine Probleme auftreten, die gegebenenfalls zum Baustopp führen, ist die richtige und umfassende Vorausplanung mit dem Bauamt ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zum Traumpool.

Daneben sind ebenso die nötigen Kosten zu planen. Ein eingelassener Swimmingpool im eigenen Garten ist nicht billig. Solch ein Bauvorhaben kostet leicht mehrere Tausend Euro. Daher sollten die voraussichtlichen Kosten sowie insbesondere das verfügbare Budget für den Pool vorab bereits gründlich kalkuliert werden, um böse Überraschungen beim Poolbau zu vermeiden.

Neben den baulichen Regelungen und der Kostenfrage sind der Standort und die Beschaffenheit des Untergrundes relevant. Der Pool soll im Erdreich stabil stehen und absolut dicht sein. Hinzu kommen Standortfragen, die vor allem die Pflege und die Heizkosten des fertigen Pools betreffen.

Die Kostenfrage im Detail: Welche Kosten entstehen beim Poolbau?

Beim Bau eines eigenen Pools im Garten entstehen zahlreiche Kostenstellen: Material, Zubehör, Größe des Pools sowie Heiz- und Wasserkosten sind nur ein kleiner Teil der benötigten Aufwendungen. Besonders der eigentliche Poolbau bedarf eines hohen finanziellen Anteils. Zum Bau sind ein Minibagger zum Ausschachten, das Schwimmbecken selbst sowie Beton, Mörtel, Folie zum Abdichten und natürlich die entsprechenden Werkzeuge bedeutsam.

Wer den Pool nicht selbst bauen, pflegen und warten will, kommt um zusätzliche Personalkosten nicht herum. Die entsprechende Schwimmbadfirma ist in dem Fall der passende Ansprechpartner. Dort finden Poolbauer kompetente Hilfe und Unterstützung beim Bau des Pools. Ist der Poolbau abgeschlossen, kommen weitere Kosten auf den Poolbesitzer zu: Zubehör wie Abdeckplanen und Pflegemittel zum Klären und Filtern des Wassers verursachen zusätzliche Kosten. Die Poolwartung übernimmt bei Bedarf ein professionelles Unternehmen, das ebenfalls Geld kostet.

Poolbauer sollten aus diesen Gründen bei der Planung unbedingt einen Überblick über die Kosten bewahren. Fixe Kosten entstehen einmalig bei der Anschaffung und beim Bau des Pools. Danach verursacht ein eingelassener Swimmingpool weitere laufende Kosten in regelmäßigen Abständen, die vor allem durch den Betrieb, die Pflege und die Wartung entstehen. Auf diese Weise entstehen je nach Ausführung, Art und Größe des Pools Kosten zwischen mindestens 10000 und 30000 Euro.

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Die Beschaffenheit der Untergründe und der richtige Standort

Grundsätzlich muss der Untergrund eben und fest sein. Zusätzlich sind Wurzeln oder Steine aus dem Erdreich zu entfernen. Diese beschädigen andernfalls unter Umständen die Poolfolie. Der ebene Untergrund ist vor allem relevant, damit sich keine störenden Unebenheiten am Boden des Pools abzeichnen, die das Reinigen behindern. Deshalb ist der Einbau einer Betonplatte in vielen Fällen ratsam. Diese sollte 15 bis 20 Zentimeter dick sein, sodass das Schwimmbecken später darauf stehen kann.

Kleine Mulden im Erdreich lassen sich für gewöhnlich mit Sand auffüllen. Daneben entscheidet der Untergrund gegebenenfalls darüber, welche Sorte Pool verwendbar ist. Beispielsweise sorgt ein hoher Grundwasserstand dafür, dass etliche Becken nicht geeignet sind. In dem Fall kommt ausschließlich eine Dichtbetonwanne infrage.

Poolbauer sollten ebenso darauf achten, dass der Pool an einer günstigen Stelle im Garten steht. Üblicherweise eignet sich ein Ort mit südöstlicher Richtung am besten. Dadurch scheint die Sonne am längsten auf das Wasser im Pool, wodurch es sich schneller und leichter erwärmt. Das spart Energiekosten. Damit kein störendes Laub ins Wasser fällt und dieses verschmutzt, ist es ratsam, den Pool nicht zu dicht neben Bäume oder Büsche zu platzieren.

Poolbauer achten gegebenenfalls auch darauf, dass der Pool vor neugierigen Blicken sowie vor Windböen geschützt steht. Letzteres verringert das Erkältungsrisiko. Ebenso sollte sich das Schwimmbecken nicht zu weit hinten im Garten befinden. Zum einen verlängert das den Weg dorthin und zum anderen ist beim Bau darauf zu achten, dass sich die Versorgungsleitungen für Strom- und Wasser in der Nähe befinden.

Die Vorbereitung: So gelingt ein eingelassener Swimmingpool!

Die Planung gibt vor, wie der Pool am Ende aussehen soll und womit beim Bau zu rechnen ist – sowohl finanziell als auch materiell. Im Anschluss daran folgt die eigentliche Vorbereitung für das Schwimmbecken. Damit ein eingelassener Swimmingpool solide und dauerhaft angelegt ist, benötigt es im Garten einen entsprechenden Platz.

Dabei beachten Poolbauer, dass der eingelassene Pool bei einer Beckenhöhe ab 1,50 Meter mindestens zu zwei Drittel im Erdreich versenkt sein muss. Becken, die tiefer als 1,20 Meter sind, sollten wenigstens zur Hälfte im Boden eingelassen sein. Denn das Erdreich gibt dem Pool die nötige Stabilität: Ragt das Schwimmbecken zu weit über das Erdreich hinaus, lastet ein zu hoher Druck auf die Außenwände, sodass der Pool instabil wird und gegebenenfalls auseinanderbricht.

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Vorbereitende Maßnahmen für den Swimmingpool

Der Poolbau beginnt mit dem Ausschachten der benötigten Fläche. Daher sollte der Garten unbedingt groß genug bemessen sein. Zudem unterscheidet sich die Vorgehensweise im Detail bei einem Stahlwandbecken und einem selbst gebauten Pool. Beide Beckenarten benötigen den Aushub des Erdreichs und die Tiefe entscheidet über die Stabilität des Beckens.

In beiden Fällen ist eine betonierte Bodenplatte sinnvoll – sofern das Becken tiefer als 1,20 Meter ist. Ebenso bedeutsam ist ein leichtes Gefälle der Wasserrohre zum Pool hin. Durch diese Neigung bleibt beim Entleeren des Schwimmbeckens in den Rohren kein Wasser stehen. Dadurch gefriert das Wasser bei winterlichen Temperaturen unter null Grad Celsius nicht im Rohr.

Daneben muss der Untergrund eben sein, sodass gegebenenfalls das Einebnen oder Auffüllen und Verdichten notwendig ist. Bei dem Abmessen der benötigten Grundfläche ist es ebenso wichtig, dass der Pool von allen Seiten zugänglich ist. Eine Leiter ist in der Hinsicht ebenfalls eine wichtige Komponente. Abschließend unterstützen Stahlstangen den Poolbauer vor dem Einbau des Beckens beim Abstecken der benötigten Abmessungen im Garten.

Die Aufbauanleitung zum eigenen Schwimmbecken

Bei einem Stahlwandbecken verlegen Poolbauer am Rand der Betonbodenplatte Profilschienen. In diese Schienen verlegt der Heimwerker die vorgefertigten Stahlwände, die wiederum mit sogenannten Steckprofilschienen miteinander verbunden werden. Im Anschluss daran deckt ein Vlies den Boden und die Profilschienen ab, bevor das Anbringen der Schwimmbadfolie erfolgt. Klemmschienen fixieren das Folienende, das der Poolbauer über dem Beckenrand stülpt. Dabei ist unbedingt auf das Ausstreichen der Falten in der Folie zu achten. Zuletzt erfolgt das Auffüllen der Beckeneinfassung mithilfe von Beton.

Den Pool selbst mauern: Die Alternative zur Stahlwanne

Anders sieht der Ablauf bei einem Becken aus, das vollständig selbst gemauert wird. Hierbei ist besonders die Technik wichtig. Mithilfe entsprechend eingebauter Technik bleibt das Wasser später sauber und keimfrei. Denn auch Poolbesitzer unterliegen der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, sie haben dafür zu sorgen, dass genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden und sich niemand am oder im Pool verletzt oder gesundheitlich schadet. Dazu zählt auch das hygienisch einwandfreie Wasser. Daher verlegen Poolbauer nach dem Ausheben der Baugrube die nötigen Leitungen, an die Filter, Ablauf und Pumpe angeschlossen sind.

Sobald Heimwerker die Anschlussleitungen verlegt und die Betonplatte gegossen haben, erfolgt das Errichten der Seitenwände. Bei einem selbst gemauerten Pool empfiehlt sich der Einsatz von Schalsteinen. Diese lassen sich mit Beton auffüllen und benötigen keine Verklebung. Bei dieser Pool-Art ist eine gemauerte Treppe durchaus sinnvoll. Diese ermöglicht Kindern das gefahrlose Planschen sowie erleichtert den Ein- und Ausstieg aus dem Becken. Allerdings ist auch hier vor dem Füllen mit Beton das Anbringen der nötigen Technik ein wichtiger Schritt.

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Die Technik im Pool: So bleibt das Wasser sauber!

Beim Bau eines Gartenpools ist Technik unerlässlich: Ablauf, Filter, Heizung, Pumpe, Skimmer, Unterwasserbeleuchtung und Zulauf sind die wichtigsten Komponenten im stilvollen Swimmingpool. Am Beckenrand befindet sich der Skimmer. Dieser entfernt das oberflächliche Wasser und somit auch schwimmende Schmutzteilchen. Die Pumpe saugt dieses verschmutzte Wasser an und führt es zum Filter, um den Schmutz herauszufiltern.

Anschließend fließt das gesäuberte Wasser mithilfe von Einlaufdüsen wieder in den Pool. Der Ablauf am Filter ermöglicht zudem das komplette Entleeren des Schwimmbeckens sowie das Ausspülen des Filters. Daneben empfiehlt sich der Einbau einer Heizung, um auch bei kälteren Außentemperaturen mit einem guten Gefühl schwimmen gehen zu können. Wer abends gerne eine Runde schwimmt, baut zusätzlich eine stimmungsvolle Unterwasserbeleuchtung ein.

Verputzen und Abdichten des Pools

Nach dem Einfüllen des Betons erfolgen das Verputzen der Innen- und Außenwände sowie das Anbringen von Dämmplatten. Dabei sollte der Fokus vor allem auf eine glatte Verarbeitung liegen. Denn jede Unebenheit im Putz zeichnet sich hinterher auf der Poolfolie ab. Bei den Außenwänden erfolgen im Anschluss daran ein Isolieranstrich sowie das Einflämmen von Bitumenbahnen. Diese beiden Schritte sind zum Abdichten des Pools notwendig, damit keine Feuchtigkeit aus dem Erdreich ins Material einzieht.

Um den Hohlraum zwischen dem Becken und dem Erdreich aufzufüllen, nutzen Heimwerker den alten Aushub. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Drainage. Damit es keine Probleme mit Sickerwasser, Feuchtigkeit und anderen wasserrelevanten Schwierigkeiten gibt, ist eine gut funktionierende Drainage essenziell. Erst im Anschluss lässt sich das Schwimmbecken mit der Poolfolie bedecken.

Diese Folien zeichnen sich vor allem durch ihre vielfältigen Muster und Farben aus. Daneben bieten sie den Vorteil, dass sie in vielen Fällen gegen Bakterien und Pilze behandelt sind. Für gewöhnlich verlegen Profis die Poolfolien so, dass die Nähte verschweißt werden. Dabei ist auf eine gründliche Arbeit besonders zu achten. Denn jede Unebenheit oder Ungenauigkeit beim Verschweißen ist später deutlich sichtbar.

Bei den im Handel erhältlichen Sets zum Selbstbauen entfällt das Schweißen. Stattdessen verlegen Heimwerker die Folien überlappend und verkleben die Nähte, ehe eine Flüssigfolie das Ganze versiegelt. Zuletzt fehlt das Wasser, damit der Traum vom eigenen Schwimmbecken im Garten sich endgültig erfüllt.

Fazit: Das ist beim Bau eines eingelassenen Swimmingpools im Garten zu beachten!

Ein eingelassener Swimmingpool gestaltet sich für ambitionierte Hobby-Heimwerker als spannende Herausforderung:

  • Weniger versierte Heimwerker überlassen das Projekt lieber einem Experten.
  • Grundsätzlich gehört zum Poolbau eine sorgfältige Planung im Voraus. Das liefert einen umfassenden Überblick über die anfallenden Kosten für den Bau des Pools und für dessen späteren Betrieb.
  • Daneben bietet das örtliche Bauamt einen ersten Ansprechpartner, um einen Überblick über die örtlichen Vorschriften und um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten.
  • Danach erfolgt der Bau des Pools, wobei sich dessen Ablauf an der Art des Pools orientiert. Stahlwandbecken lassen sich einfacher einbauen als ein komplett selbst gemauertes Schwimmbecken.
  • Prinzipiell ist das Ausschachten der Grube der erste Schritt zum eigenen Pool. Danach erfolgt das Einebnen und Verdichten des Bodens sowie das Einlassen einer Betonplatte. Bevor die Seitenwände entstehen, sind die Anschlussleitungen zu verlegen. Danach bauen Heimwerker die Seitenwände und richten die benötigte Technik ein, ehe die Wände gegebenenfalls verputzt werden und die Schwimmbadfolie angebracht wird. Sind all diese Schritte erledigt, können Poolbauer das Wasser einlassen.